Eintracht Braunschweig – Zwischen S. Oliver und Treibsand

Torsten Lieberknecht, Trainer von Eintracht Braunschweig, gehört zur Riege der jungen, akribischen, authentischen und daher erfolgreichen Bundesligacoaches. Der Trainergeneration um Thomas Tuchel, Markus Weinzierl, Markus Gisdol & Co.
Meist haben diese Trainer aber ein, über die direkte Arbeitsweise hinausführendes, weiteres Qualitätsmerkmal: sie wissen ganz genau, was Ihren Mannschaften zuzutrauen ist und welche Zielformulierungen völlig utopisch sind.
Während sich also Trainerteam und Mannschaft Eintracht Braunschweigs im spanischen Trainingslager befinden, lässt sich Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt im NDR dazu hinreißen, die in der Öffentlichkeit bisher so lückenlos funktionierende Medienarbeit des Clubs aus Niedersachsen in persona: Torsten Lieberknecht zu unterwandern.
In dem am 10.01.14 erschienenen Interview ist die Rede von
1) der Annahme, dass Eintracht Braunschweig grundsätzlich ein Bundesligist ist,
2) dem Muss, dass die Entwicklung Eintracht Braunschweigs noch schneller voranzugehen hat,
3) der Aufgabe Eintracht Braunschweig in den nächsten Jahren zu einem etablierten Bundesligisten formen zu wollen,
4) dem Verständnis, dass der BTSV eine bundesweite Marke sei und
4.1) daher auch die meisten Menschen Fußballdeutschlands Eintracht Braunschweig als dauerhaften Bundesligisten sähen.
5) den wichtigen Impulsen, die Eintracht Braunschweig in der Vergangenheit dem deutschen Fußball gegeben hätte („Gründungsmitglied des DFB im Jahr 1900 und der Bundesliga 1963, deutscher Meister 1967, das erste Trikotsponsoring und nun die furiose Rückkehr in die Beletage des deutschen Fußballs“)
6) dem letztendlich so ein klitzekleines Bisschen steinigen Weg, den es bis dahin noch zu beschreiten gilt.

Teilweise mögen das legitime Wunschvorstellungen und schöne Erinnerungen sein. Dennoch, wie ich finde, zu diesem Zeitpunkt völlig verklärend, naiv und unangebracht.

Zu 1) Was ist im Jahr 2014 überhaupt noch ein „grundsätzlicher Bundesligist“? Okay, Bayern, Dortmund, vielleicht Gladbach dank Ihres lang- bzw. kurzfristig-nachhaltigen Wirtschaftens. Aber sonst? Die Vereine der „deutschen Oligarchen“ (Wolfsbug, Leverkusen, Hoffenheim) hampeln in den letzten Jahern unkontinuierlich zwischen Mittelfeld und Europa rum. Underdogs wie Augsbug beißen sich im Mittelfeld der Liga fest. Die sog. „Traditionsvereine“ (HSV,  Köln, Bremen, K’Lautern usw.) werden „Additionsvereine“; kämpfen eher ungewollt als gewollt gegen Abstieg, für Wiederaufstieg, um Existenz und addieren solange die Punkteausbeute, bis sie meinen, genug für eines der genannten Ziele zusammengemausert zu haben. Sind dazu jedes Jahr auf’s neue überrascht, dass sie am Ziel: Champions-League-Qualifikation vorbeischrabbeln. Schade um sie! Zuguterletzt stehen dann die mit dem geringen Etat da, die von vornherein wissen, dass sie eine absolut schwierige Saison vor sich haben (Freiburg, Nürnberg usw.) … Und dann kommt da der Fatzke, der bei Weitem kein Watzke ist, von Eintracht Braunschweig mit der Behauptung um die Ecke, Braunschweig sei grundsätzlich ein Bundesligist. Dabei scheint er total vergessen zu haben, dass der Aufstieg zur Saison 12/13 an eine ganz große Sensation grenzte. Auch diese Zahl macht das deutlich: 19 Siege – 12x knapp, mit nur einem Tor Unterschied!

zu 2)  Soviel Steigerungspotenzial sehe ich da betrefflich der Entwicklungs-Geschwindigkeit nicht mehr. Vom Nicht-Abstieg in Liga 4 in der Saison 07/08 bis zum Aufstieg in die Bundesliga 12/13 in gerade einmal 5 Jahren. Mit größten Teilen desselben Kaders und wenig Geld. Das ist schon fix!

zu 3) Sich dieses Ziel zu setzen, finde ich vollkommen okay. Für großen Erfolg, braucht’s große Ziele. Dabei wünsche ich mir dann aber doch, den Weg dahin nicht zu unterschätzen. Der Weg in die Bundesliga war quasi wie im Schnellzug. Sich als Eintracht Braunschweig in der Bundesliga zu halten ist ein Weg auf Treibsand, bei der jede falsche Bewegung, sei sie organisatorischer, finanzieller oder sportlicher Natur, bitterböse enden kann. Sollte dann doch mal ein Fehler passieren, gilt es Ruhe zu bewahren. Andernfalls sinkt man immer tiefer ein, in den Treibsand von Liga 1.

zu 4) Das Kernige, das, was den BTSV ausmacht, waren, sind und werden immer die Fans sein. Die gilt es auf dem schwierigen Wege mitzunehmen. Sie machen Eintracht Braunschweig zur Marke und sorgten bereits in der Hinrunde, durch ihre antreibenden Gesänge, für deutschlandweite Gänsehautstimmung. Das weiß nicht nur Jürgen Klopp, den der Aufstieg der Eintracht aus Braunschweig erfreut hat und ihn wie folgt kommentierte „Das ist eine fußballverrückte Ecke da oben. An diesem Verein werden wir mit Sicherheit viel Spaß haben“, sondern natürlich auch Torsten Lieberknecht. Nicht umsonst erwähnte er die zu drohen kippende Stimmung nach der schwachen Leistung in Augsburg am 16. Spieltag (4:1).

zu 5) Mannschaften wie der HSV und Schalke.04 sind beste Beispiele dafür, dass der Blick in die Vergangenheit einen nicht zum erhofften Erfolg führt, eher einschränkt und als schwerer Rucksack am gesamten Verein hängt.

Alles in allem sollte der Verein natürlich weiter Ruhe bewahren und sich mit Aussagen, wie nun die von S. Oliver Voigt zurückhalten. Dadurch bekäme das sympathische Image des Fußballvereins aus Braunschweig meiner Ansicht nach Risse, die nicht hätten sein müssen und ist dem Verein gleichzeitig nicht angemessen.

Bis dahin!

Ps: was ist grün und stinkt nach Wurst?…

… ‚N Hunni von Uli Hoeneß!

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Und wieder alles auf Anfang

Das war das Motto für Dallas vor der diesjährigen Saison. Wie im Sommer zuvor wurde bei den Dallas Mavericks wieder alles auf Anfang gestellt. Nachdem in der Folge der ersten Meisterschaft für die Mavs fast der komplette Kader, mit Ausnahme von Dirk Nowitzki, Vince Carter und Shwan Marion, ausgetauscht wurde um sich die Möglichkeit offen zu halten, bei den großen Free Agents mitbieten zu können. Im letzten Jahr schlug dies leider komplett fehl als man versuchte das Team um Dirk mit O.J. Majo, Derren Collison und Chris Kaman aufzubauen. Doch mit dem Verpassen der Play Offs letztes Jahr war klar, dass das Team wieder ein komplett neues Gesicht bekommn würde.
Nun hatte man ausschließlich Spieler mit einer geringen Rest Vertragslaufzeit verpflichtet, was den Rebuild durchaus erleichterte. Diesen Sommer wollte man unbedingt einen großen Namen nach Texas holen, allen voran galt Dwight Howard als das Objekt der Begierde. Doch der ging zwar nach Texas, jedoch nicht zu den Mavs und so sah es danach aus, dass die Mavs wieder die großen Verlierer der Offseason sein würden.
Jedoch baute man sich still und heimlich ein Team zusammen. Auffallend war für mich vor allem das offensichtliche Ziel Aufbauspieler mit einem europäischen Spielstil zu verpflichten, allen voran José Calderon, der zwar bei Turnieren mit der Nationalmannschaft zu überzeugen wusste in der NBA jedoch noch nicht die ganz großen Akzente setzten konnte!
Die Überraschung war aber die Verpflichtung von Monta Ellis. Ein Spieler, der wirklich aus jeder Lage abfeuert, daher auch sein Spitzname Mississippi Bullet. Man tat sich sehr lange schwer, dieser Verpflichtung einzuordnen, doch es gab durchaus Stimmen, die sagten: „der ist genau das was Dallas braucht!“ Was könnte der Gedanke hinter dieser Verpflichtung gewesen sein? Ellis ist, wie schon erwähnt, jemand der von überall, ohne groß nachzudenken, abfeuert, doch auch etwas unbeachtet Saison für Saison seinen Assits Schnitt anhob, bis er letztes Jahr bei ungefähr 6 pro Spiel ankam. Die Idee dahinter musste also bedeuten: wir haben jemanden der schießt, hochprozentig trifft und wenn er von der Verteidigung eine besondere Bewachung bekommt in der Lage ist den freien Man zu sehen und ihn so anzuspielen, dass sich Möglichkeiten zum Punkten erschließen. Dafür muss natürlich gewährleistet sein, dass die bisherige Nummer 1 im Team, Dirk Nowitzki, seinen Wunsch, Punkte zu erzielen zum Wohl des Teams zurückstellen musste. Doch Dirk galt noch nie als jemand, dem der persönliche Erfolg wichtiger ist als der Erfolg der Mannschaft.

Doch wo könnten die Gefahren dieser ja erst einmal als positiv zu betrachtenden Spielidee liegen? Weder Ellis noch Calderon gelten als gute Verteidiger, nun ist das Verteidigen sowieso noch nie Dallas Steckenpferd gewesen und auch Nowitzki bekam in Zeiten des Misserfolgs dies immer wieder vorgeworfen. Doch auch dafür hatten die Verantwortlichen der Mavs eine Idee. Wenn wir kurz noch einmal zurückschauen, galt Tyson Chandler in der Meisterspielzeit als der große Schlüssel zum Erfolg mit seiner unglaublichen Qualität in der Verteidigung. Also erinnerten sich die Macher der Mavs anscheint wieder an diese Zeit und suchten den Markt nach einem Center und wurden vor allem in Samuel Dalembert fündig, der zwar von seinen Qualitäten und vor allem von seinem Alter nicht mit Chandler zu vergleichen ist, jedoch auch mir als die beste verfügbare Alternative auf dem Markt erschien. Etwas unbeachtet davon wurde als Backup Dejuain Blair verpflichtet, auch keine ganz schlechte Wahl.
Soweit die Theorie, doch wie sieht die Praxis aus?
Die Mavericks stehen mit 15 Siegen und 10 Niederlagen auf einem guten 6. Platz in der Western Conference da, beachtet man vor allem die großen Veränderungen vor der Saison. Das Konzept geht sehr gut auf Monta Ellis trifft hochprozentig spielt gute Pässe und sammelt auch den ein oder anderen Steal. José Calderon prägt das Spiel mit seinem europäischen Stil, trifft seine Dreier sehr hochprozentig (Platz 5 in der Dreierquote insgesamt) und verteilt durchschnittlich 4,5 Assits pro Spiel. Dirk Nowitzki nimmt die Würfe die er bekommt, trifft sie und macht Position für Position gut in der ewigen Scorer Liste. Das Zusammenspiel zwischen ihm und Monta Ellis wird immer besser und es scheint genau nach den Vorstellungen der Verantwortlichen zu verlaufen.
Größte Überraschung für mich ist Dejuain Blair, der unglaublich viel kämpft und sich für die Mannschaft aufopfert. Blair überholte in der Hackordnung auf der Center Position Samuel Dalembert, der inzwischen sogar den wieder genesen Zack Wirght fürchten muss, der nach einer halb jährigen Pause einüberragendes Comeback mit 19 Punkten in 19 Minuten feierte. Des weiteren findet Jae Crowder eine gute Rolle im Kader der Mavericks. Herauszuheben sind auch die beiden Routines Vince Carter und Shawn Marion, die sich durch eine unglaubliche Konstanz auszeichnen und mit ihrer Erfahrung der Manschaft unglaublich helfen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Schritt der Dallas Mavericks sich auszuzahlen scheint und da etwas zusammenwächst, was in der brutal starken Wester Confernce nicht aus den Augen zu verlieren ist. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Mannschaft entwickelt und ob sie auch es eventuellen Tiefs wieder zurück in die Erfolgsspur finden werden.

NFL Spieltag 15

Auf und Ab in der NFC

Ich werde im Folgenden eine kurzen Überblick über den 15. Spieltag der NFL geben.
Anfangen werde ich mit dem überragenden Spiel Dallas Cowboys vs Green Bay Pacers
Vor dem Spiel war klar, dass für beide nur ein Sieg zählen würde, um noch eine Chance auf die Play Offs zu haben. Denn nur als Division-Erster werden diese beiden Teams weiterkommen.
In der ersten Halbzeit begannen die Cowboys gut und lagen schnell mit 13:3, nach dem zweiten Viertel sogar mit 26:3 vorn. Gerade die Offensive um den wieder einmal schlecht spielenden Matt Flyn gab zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass die Pacers noch einmal zurück kommen würden. Doch es kam alles anders, Green Bay holte Touchdown um Touchdown auf, während die Cowboys es versäumten, ihr gutes Laufspiel wieder in Gang zu bringen. So kam Green Bay bis zum 24:29 heran, doch als Dallas 3&Goal einen überragenden Touchdown durch einen Pass auf Dess Bryant das 24:36 erzielte. Green Bay versuchte noch einmal alles und es gelang auch ein Touchdown bei noch 5 Minuten Spielzeit. Doch anstatt mit einem ruhigen und sicheren Laufspiel Zeit von der Uhr zu nehmen, schien Tony Romo daran gelegen, seine miserable Dezemberbilanz weiter zu verschlechtern und warf einen unterirdischen Pass, den Sam Shields bei 2:50 interceptete. Green Bay verwandelte den Touchdown, scheiterte zwar bei der 2 Point Convertion, doch da Romo noch eine Interception warf ging das Spiel mit 37:36 für Green Bay aus und wir alle können auf Play Offs mit Aaron Rodgers hoffen. Das ist es, was mich an diesem Sport so wahnsinnig fasziniert!!!

Für New England ging es gegen Miami um den Seat 1, der durch Denvers Niederlage letzte Woche wieder deutlich näher rückte. Für Miami geht es noch um die Play Offs. Im Spiel ging es auf und ab und es gab eine Menge an Führungswechseln, doch am Ende setzte sich Miami mit 24:20 durch. Chance also für Kansas City sich an das Führungsduo der AFC zu pirschen und das gelang auch im Spiel gegen Oakland mit 56:32 durch herauszuheben ist hierbei vor allem Jamaal Charles dem 5 Touchdowns gelangen, davon 4 Gefangene, was einen Rekord bedeutet für einen Running Back. Für Kansas City besteht so weiterhin die Chance, sich in der AFC West als Erster durchzusetzen und so dem Wild Card Game aus dem Weg zu gehen, obwohl sie beide Spiele gegen Denver verloren haben.

Die Indianapolis Colts haben sich keine Blöße im Spiel gegen die Houston Texans und gewannen das Spiel mit 25:3. Ihr erster Platz in der AFC West ist ihnen nicht mehr zu nehmen. Besonders hervorheben möchte ich Björn Werner, dem ein Sack gelang und auch insgesamt ein sehr gutes Spiel machte.
In der NFC ist weiterhin kein Vorbeikommen an den Seattle Seehawks, die die New York Giants mit 23:0 zu zerstörten. Bei dem Superbowlgewinner von vor 2 Jahren geht scheinbar überhaupt nichts mehr zusammen. Die San Francisco 49ers behalten weiterhin sehr gute Karten in ihrem Kampf um die Wildcard Plätze, durch den 33:14 Sieg gegen die Temper Bay Buccernes.

Das war es auch schon für diese Woche. Ich habe mich dieses mal intensiv mit der AFC beschäftigt und versuche nächste Woche, die NFC mehr ins Auge zu fassen.

Dortmund – St. Petersburg

Von alternden Stars, Youngstars mit Identitätskrise und italienischen Exportschlagern

 „Es ist eine Zumutung, hier auf dem vorsibirischen Kartoffelacker ein Championsleague Achtelfinale austragen zu lassen. Wirklich geholfen hat es auch nicht, dass wir von euch Journalisten als klarer Sieger schon im Vorfeld bestimmt worden, das hat mit objektiver Berichterstattung nichts mehr zu tun-einen scheiß Job habt ihr!“ ODER „ Das, was die Jungs hier heute unter diesen Umständen geleistet haben ist einfach Weltklasse, bei widrigen Bedingungen und trotz der Zeitumstellung so eine Leistung zu bringen, gegen diese Weltauswahl trotz all der Verletzten im Team. Das ist wirklich selten.“

Eine dieser beiden Aussagen Jürgen Klopps wird uns am 25. Februar gegen 21 Uhr deutscher Zeit von der Presse präsentiert werden, abhängig natürlich vom Ergebnis des Spiels gegen Zenit St. Petersburg. St. Petersburg. Ein russischer Verein im Achtelfinale der Championsleague? Ein dankbares Los für den Vorjahresfinalisten? Nein, nicht dankbar! Vermutlich der leichteste der Gegner für die vier(!) deutschen Teams in der Runde der letzten 16, aber nicht dankbar. Lange Reisen, gruseliges Wetter und ein unberechenbares Team! Wer meint, diese Mannschaft sollte man nicht überschätzen, möge beim Dortmunder Konkurrenten aus München den Namen Zenit fallen lassen.

Als der FC Bayern 2008 die Bundesliga mit Luca Toni und Franck Ribery dominierte, verloren sie ein Uefa-Cup Halbfinale mit 0:4; gegen genau diesen Verein.  Gerechnet hat damit auch niemand. Klar, Schnee von gestern, aber in diesem Geschäft ist auch ein 4:1 gegen Real Madrid Schnee von gestern.

Dennoch ist klar, dass Dortmund allein auf Grund der eigenen Ansprüche nicht gegen dieses Team ausscheiden darf. Außerdem wäre es kein gutes Zeichen für den modernen, ansehnlichen europäischen Spitzenfußball. Schließlich treffen in dieser Partie auch zwei Systeme aufeinander: Während Dortmund weiterhin versucht,  mit jungen, noch nicht ausgereiften Spielern schnell und direkt zu spielen, rührt Petersburgs italienischer Trainer Luciano Spaletti mit viel Geld kräftig Zement an und versucht, mit der halbitalienischen Abwehr dem Vereinsnahmen Zenit alle Ehre zu machen. Hoffen wir, dass der Catenaccio nicht noch zum Exportschlager in andere europäische Ligen wird. Dazu versammelt Spaletti vom Gaskonzern finanzierten Superstars wie Hulk, Danny oder Axel Witsel um alternde Namen wie Tymoshchuk und Arshavin. Ob man das ein Konzept nennen möchte, sei jedem selbst überlassen; es reicht jedenfalls zur geteilten Tabellenführung in Russland und zum Erreichen des Achtelfinals im weltweit renommiertesten Turnier für Vereinsfußball. Außerdem kann der langjährige Coach vom AS Rom stolz auf einen Punkteschnitt von über zwei blicken, auch wenn dessen Aussagekraft in der russischen Liga mehr als fragwürdig ist.

Ein kurzes Wort sei mir noch zum BVB gestattet: Momentan humpelt der deutsche Vizemeister wortwörtlich der Winterpause entgegen. Sie spielen zwar gewohnt kombinationsstark, lassen allerdings eine gewisse Zielstrebigkeit und Sicherheit im Defensivverhalten und Spielaufbau vermissen. Geschuldet ist dies mit Sicherheit der Verletztenmisere, auch wenn sie die momentan brutal schlechte Punkteausbeute in der Bundesliga nicht komplett entschuldigt.

Jedoch werden Hummels und Gündogan im Januar zurück erwartet. Auch mit Bender ist bis Ende Februar wieder zu rechnen. Das schmerzlich vermisste Selbstbewusstsein ist nach der momentanen Identitätskrise bis Januar hoffentlich auch wieder fit. Schließlich kommt die Borussia eingespielt und durch die Winterpause dennoch erholt nach Moskau. Ganz im Gegensatz zum russischen Gegner, der von nun an kein Pflichtspiel mehr bis zum 25. Februar hat. Somit spielt, abgesehen vom russischen Winter, alles in die Karten von Dortmund und wir können uns alle Hoffnungen machen, dass Jürgen Klopp nach dem Spiel nur noch den Journalisten, Schiedsrichtern und UEFA-Funktionären zu ihrer guten Arbeit gratuliert und gelassen den Flieger in Richtung Westen besteigt. Denn der nominell starke Kader der Russen sollte dem nominell noch stärkeren Kader der Dortmunder nicht wieder in etwaige Dramasituationen wie gegen Marseille, Malaga, Madrid,… bringen. Aussagekraft genug sollte auch haben, dass Zenit sich am letzten Spieltag von der Austria aus Wien hat mustergültig abschießen lassen. Also Dortmund: Packt’s an, wir sehen uns im Viertelfinale!

Schalke 04 – Real Madrid

Nun ja Königsblau gegen die Königlichen. Vom Papier her eine klare Sache, doch die Spiele sind noch nicht gespielt(wenn ich mal in den Doppelpass komme, zahle ich hierfür sehr gerne;)) das Los ist natürlich ein Traum für,jeden Fan und auch für den Verein, um sich in der Öffentlichkeit zu zeigen. Real hat in der Gruppenphase einen sehr souveränen Eindruck gemacht, trotz der schweren Gruppe. Doch in der spanischen Liga hinken sie ein bisschen hinterher, weiß man auch noch nicht den Abgang Öszils richtig einzuschätzen.
Schalkes weg war deutlich steiniger und längst nicht so souverän, doch jetzt ist die Manschaft gefordert und kann sich als gute beweisen, jedoch sehe ich keine Chance für Schalke.

FC Bayern – Arsenal London

Die Bayern treffen auf Arsenal. Mal wieder. Der stärkste Gegner auf den die Truppe von Pep Guardiola hätte treffen können. Wirklich unzufrieden bin ich angesichts dieses Loses nicht. Die Fußball Welt kann sich auf ein Spektakel gefasst machen. Zwei spielstarke Mannschaften mit wunderbaren Individualisten in ihren Reihen, duellieren sich auf dem höchst möglichen Niveau. Als Bayernsupporter hätte man sich durchaus gnädigere Losgegner wünschen können. Dennoch freut es einen Fan doch, wenn sein Team die Möglichkeit hat, sich gegen die großen Clubs der Welt durchzusetzen. Die Liebe zum Fußball sollte uns mit Vorfreude auf dieses Achtelfinale erfüllen. Wenn man im Sommer den Henkelpott hochheben will, muss man zu jeder Zeit auch jeden schlagen können.

Leverkusen – PSG

Vielleicht ein bisschen die Unbekannte dieser Saison es schein viel möglich. Wenn man sich die Bilanz der Pariser anschaut, ist diese wirklich überragend, aber es muss hier ganz klar gesagt werden, dass die Gegner, sowohl in der Cl als auch in der Französischen Liga kein Gradmesser sind.
Die Manschaft ist vorne überragend besetzt, jedoch kann sie meiner Meinung nach nach hinten nicht im Ansatz diesem Niveau folgen, mit Ausnahme von Thiago Silver.
Wenn Leverkusen es schafft die Leistungen in der Cl, der in der Bundesliga anzupassen, sehe ich durchaus eine realistische Chance, ins Viertelfinale einzuziehen.

Bayern München – Arsenal London

Die Partie des aktuell Tabellenersten der Premier League gegen den Tabellenersten der Bundesliga. Mehr geht eigentlich aktuell nicht, auch wenn Arsenal in den letzten Spielen nicht mehr den starken Eindruck macht, wie noch zu Saisonbeginn. Jedoch ist die Manschaft das erste mal komplett über einen Sommer zusammengeblieben und der Transfer von Mesut Özil scheint die Manschaft in andere Dimensionen gehoben zu haben. Das Umfeld als auch die Manschaft scheint seit dem ein ganz anderes Selbstvertrauen zu haben.
Zu den Bayern muss man nicht viel sagen, einfach nur überragend! Doch ich glaube die Niederlage Arsenals vor einen Jahr ist noch im Gedächtnis und die Spieler aus London brennen auf eine Revanche und ich glaube sie werden es auch schaffen, nicht ohne Grund konnte noch kein Team in der cl den Titel verteidigen. Ich freue mich auf zwei spannende Spiele!

Leverkusen – Paris SG

Für Leverkusen ist es das Wunschlos. Für viele schwer verständlich, für Experten nachvollziehbar. Der ewig zweite trifft auf den wohl besten Klub Frankreichs. Ungleiche Verhältnisse? Keines Wegs! Leverkusen spielt eine überragende Saison und steht nur knapp hinter den besten Bayern aller Zeiten. Eine tolle Mannschaft die sich International noch etwas schwer tut. Man darf aber nicht vergessen, dass die Werkself eine enorme Qualität hat und durch ihren Trainer defensiv eine Bank sind. Sie wird es dem Starensemble um Ibrakadabra so schwer wie möglich machen. Ein weiterkommen ist nicht unwahrscheinlich, wenn die Defensive steht.

Schalke – Real Madrid

Ein Team, dass dauerhaft Endspiele für ihren Trainer spielt wird es schwer haben gegen die Könglichen zu bestehen. Möglicherweise auch eine unlösbare Aufgabe. Natürlich sind die Madrilenen Haushoch überlegen und das Tornetz von Schalke wird nicht nur einmal zappeln. Dennoch hat Schalke Spieler wie Draxler Meyer und den Princen in seinen Reihen die immer wieder für eine Überraschung gut seien können. Normalerweise wird diese Partie eine eindeutige Angelegenheit. Dennoch besteht die Chance das die Bubis und der gereifte Rowdy die Welt mit ihren Fähigkeiten überraschen.